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Ein ganz normales Wochenende im Advent

geschrieben von Der Aasee Münster am 06. Dezember 2014

Ein ganz normales Wochenende im Advent

ODER: DER ETWAS ANDERE ADVENTSLAUFBERICHT

Samstag

12:00 Uhr: Schön ruhig hier. Es ist kalt. Ostwind. Nur ein paar Läufer umrunden mich. Die Segelsaison ist eingestellt und auch für die Angler wird es langsam zu kalt. Das wird wohl ein ruhiges Wochenende werden...

16:00 Uhr: Nanu, plötzliche Aktivitäten am Segelclub Münster. Keine Ahnung was das sein soll. Aber jetzt springen da 7 junge Leute aus ihren Autos und tragen Kisten in die Bootshalle... dabei ist die doch voll. Das A2 hat schließlich in den letzten Tagen die gesamte Küche und das Lager dorthin verlegt, mind. 300 Kisten. Na die werden sich schön wundern.

17:30 Uhr: Die Halle füllt sich, es wird gearbeitet, aber die Stimmung scheint gut zu sein.

18:00 Uhr: Es ist wieder Ruhe eingekehrt. Schön. Da lass ich mich dann noch ein wenig vom Ostwind kraulen, ob morgen wohl schon Eis auf mir liegt?

Sonntag

8:00 Uhr: Ein LKW fährt an den Aaseeterassen vor. Rollwagen werden zum Segelclub gefahren. Riechen gut. Was da wohl drin ist?

11:30 Uhr: Die jungen Leute von gestern sind schon wieder da. Und sind einheitlich gekleidet?! Da geht doch was vor sich. Aber Karin und Birgit vom SCM scheinen eingeweiht. Ich bleibe aber skeptisch - und wachsam.

12:00 Uhr: Ein Torbogen wird aufgebaut. Weiß auf Orange steht dort Ziel. Einzelne Läufer hüpfen drunter durch. Einige lassen sich fotografieren. Sehr merkwürdig.

13:30 Uhr: Jetzt geht es dort an den Aaseeterassen aber richtig rund. Gitter werden aufgestellt und mit orangen Bannern beflaggt, Boxen aufgebaut. Es herrscht ein munterer Trubel. Die Bootshalle ist geöffnet, aber alle Kisten sind verschwunden. Ich ahne böses... Zauberei?

13:35 Uhr: Alarm. Die rollen einen Teppich aus. Und da steht „Brooks“ drauf und ein Logo aus drei Kornkreisen. Am Aasee sind doch nur Schotterwege erlaubt. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, aber zugegeben: Sieht gut aus!

14:45 Uhr: Jetzt wird’s brenzlig für mich. Da laufen doch tatsächlich drei Gruppen mit Bollerwagen um den See, stellen Kerzen auf und zünden diese an. Der halbe See ist schon beleuchtet. Auch an den Aaseekugeln beobachte ich Aktivitäten. „Start“ ist dort zu lesen. Außerdem steht da vorn ein Schild „KM 7“. Was ist hier bitte los?

16:15 Uhr: Es ist voll an den Aaseeterassen. Eine Dame spricht öfters von Advents-Aaseelauf und Jubiläum, ich bin immer noch planlos. Zudem rotten sich in der Nähe der Aaseekugeln enorm viele Läufer zusammen. Viel mehr als an normalen Sonntagabenden. Und alle sind nummeriert und mit einem kleinen Ding am Fuß ausgestattet. Vielleicht eine Demonstration? Oder ein Aufstand?

16:28 Uhr: An den Aaseekugeln erblicke ich eine Sternschnuppe und einen Weihnachtsmann auf einem viel zu großen Bonanza-Rad. Jetzt bin ich mir sicher: Dies kann nur ein konspiratives Treffen einer Sekte sein. Geleitet wird die Masse von Menschen in orangenen Warnwesten. Zudem gibt es scheinbar sieben Gurus in schwarzen Jacken, Aufdruck irgendwas mit Trifinish?!, die waren ja gestern schon hier.

16:30 Uhr: Ein Schuss! Ruft die Polizei! Die Läufer fliehen schnell in Richtung Torminbrücke.

16:46 Uhr: Jubel an den Aaseeterassen. Ist der Schütze gefasst? Ein David wird gefeiert, scheint der Held des Tages zu sein.

17:15 Uhr: Während an den Aaseeterassen immer noch Trubel herrscht und der David auf ein Podest gehieft wird, rotten sich an den Aaseekugeln wieder viele Läufer zusammen. Auch die Sternschnuppe und der Bonanza-Weihnachtsmann sind zu sehen. Hey Ihr Läufer – dort ist es gefährlich!

17:30 Uhr: Ich hab’s ja gleich gesagt. Geschichte wiederholt sich eben doch. Wieder ein Schuss, und wieder setzt die Fluchtbewegung in Richtung Torminbrücke ein. Menschen sind leider nicht immer lernfähig. Zudem sind viele auch noch mit blinkenden Lichtern ausgestattet – dabei wäre Tarnung nun angebracht!

17:55 Uhr: Konfusion. Die Läufer rennen wieder und wieder um mich herum. Vollkommen Ziellos. Ein System ist nicht erkennbar. 18:03 Uhr: Ein Jannik scheint diesmal der Held zu sein. Er wird gefeiert. Lauter Applaus. Gut gemacht Jannik, irgendwer muss hier ja für Ordnung sorgen.

18:11 Uhr: Scheinbar hatte Jannik Unterstützung von einer Caro. Prima. Ich mag Teamarbeit.

18:40 Uhr: Es wird ruhiger auf den Uferwegen. Zwei Menschen gehen mit einer orangenen Tonne um den See, die Kerzen werden gelöscht und eingesammelt. An den Aaseeterassen steigt Rauch auf. Es riecht nach heißem Zitronentee. Dazu werden kleine Teigmänner vernascht. Bestimmt das Manna dieser Läufersekte...

19:30 Uhr: Abbruchstimmung am Segelclubheim. Es wird aufgeräumt. Ist der Spuk vorbei? Der Teppich wird eingerollt, die Halle aufgeräumt und nur noch wenige Läufer stehen an den Treppen.

21:00 Uhr: Nur noch die sieben Gurus sind zu sehen. Bilden einen konspirativen Kreis und umarmen sich. Die Gesichter werde ich mir vorsichtshalber mal merken. Falls mal jemand fragt.

21:15 Uhr: Endlich Ruhe. Was ein kurioser Tag an meinen Ufern. Das glaubt mir beim alljährlichen Aaseetreffen zum Jahreswechsel keiner. Ob es in Bocholt oder Ibbenbüren auch solche Ereignisse gab? Naja, ich wünsche euch eine hoffentlich ruhigere Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein schönes Neues Jahr!

Euer Aasee Münster

Kommentare (2)

  • Marina Günnigmann

    Marina Günnigmann

    06 Dezember 2014 um 14:57 |
    Grandioser Bericht :)

    antworten

  • Carolin Hauck

    Carolin Hauck

    01 Januar 2015 um 21:59 |
    Sehr süß geschrieben! =)

    antworten

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