W2 mit großem Kämpferherz in Kamen

geschrieben von Sarah Günnigmann am 14. Juni 2015

W2 mit großem Kämpferherz in Kamen

Die zweite Damenmannschaft von Tri Finish Münster startete am Sonntag im zweiten Saison-Wettkampf in Kamen. Am Start waren Janina Janetzki, Eva Gerhards und Sarah Gerling.

Während es im Münsterland ein kühlerer, bedeckter Tag war stand in Kamen die Sonne hoch am Himmel und britzelte erbarmungslos auf die Starterinnen herunter. Insbesondere auf der Laufstrecke stand die Wärme und die Luft über dem Kunstrasen des TV Kaiserau flimmerte...

Im Gegensatz zum ersten Wettkampf in Gütersloh verfügt das Freibad in Kamen über zwei 50 m Becken, sodass die Ladies in angenehmer Gruppengröße von nur fünf Starterinnen pro Bahn die 1000 m Schwimmen absolvieren konnten. Das beim Schwimmen sonst allseits bekannte Hauen und Stechen blieb aus. Alle drei Damen zeigten sehr gute Schwimmleistungen. Sarah brachte eine solide 17:20 (ohne Wechsel) aufs Parkett und zeigte, dass sie die 1000 m nur minimal langsamer schwimmt, als die 500 m im Sprint in Gütersloh vor 3 Wochen. Janina konnte ihre Vorjahres-Schwimmzeit um 30 Sekunden verbessern, Eva ihre sogar um 90 Sekunden!

Auf der Radstrecke konnten Sarah und Eva jeweils mit einem 34er Schnitt gut Druck machen, und sich auf aussichtsreichen Positionen im Feld platzieren, bevor es dann auf die 10km lange Laufstrecke ging.

Sarah lief couragiert los, musste aber ab der zweiten von insgesamt viereinhalb Laufrunden der Hitze Tribut zollen. Zwar konnte sie ihren auf dem Rad erkämpfen Platz verteidigen, blieb aber schlussendlich deutlich hinter ihren läuferischen Möglichkeiten zurück. Eva erging es nicht viel besser, zusätzlich, oder vielleicht auch durch die Hitze verursacht, quälte sie starke Übelkeit. Kreidebleich und sichtliche unzufrieden erreichte sie das Ziel. Umso mehr freut sich Eva darauf beim nächsten Wettkampf in Sassenberg am 01. August wieder am Start zu sein um zu zeigen, dass sie in dieser Saison eigentlich sogar 5 Minuten schneller läuft als im vergangenen Jahr.

Janina hat an diesem Tag das wohl schwerste und unschönste Los der Liga gezogen. In der letzten Radrunde übersah sie eine Teilnehmerin des Kinder-Schnuppertriathlons, die im Anschluss an den Regionalliga Start auf die Strecke gelassen wurden. Sie fuhr von hinten auf das in Zweierreihe mit ihrem Vater fahrende Mädchen auf und beide stürzten. Janina lieh sich das MTB des Vaters um zum nächsten Streckenposter zu fahren, damit dieser den Notarzt alarmieren konnte. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass das Mädchen versorgt werden würde, wechselte sie ihren Reifen und fuhr trotz fehlender Speiche, verbogenem Vorderrad erst das Rennen zu Ende und kämpfte sich dann auch noch mit Schürfwunden und Prellungen durch die 10-Laufkilometer. Hier konnte sie sogar die rote Laterne noch abgeben.

Zum Schluss standen die Plätze 18. (Sarah), 53. (Eva) und 64. (Janina) und der 20. Tabellenplatz.

Dieses Ergebnis und insbesondere die dazugehörigen Laufleistungen sind natürlich nicht das, was wir uns im Vorfeld des Rennens vorgestellt haben. Aber wir haben unter schwierigen Bedingungen alle alles gegeben, dass ist mehr wert als irgendwelche Zeiten. Wenn eine Mannschaft mit so viel Willen und Kämpferherz unterwegs ist, dann kann man vor der Leistung trotzdem nur den Hut ziehen. Ich bin stolz mit solchen Mädels an den Star gehen zu dürfen, resümiert Teamchefin Sarah Gerling.

Der nächste Wettkampf der Regionalliga findet nach der „Sommerpause“ am 01. August in Sassenberg statt. Dort wird, wie erwähnt, Eva am Start sein, ebenso Steffi Michels, die ihre erste olympische Distanz für die Liga absolviert, sowie Routinier Doris Höwer.

Kommentare (3)

  • Anna Mentrup

    Anna Mentrup

    14 Juni 2015 um 21:44 |
    Toll gefighted, Mädels!! Es klingt so, als dass zum Glück niemand ernsthaft verletzt wurde?!
    Sehr cool übrigens auch, dass jetzt bereits ein Bericht hier steht. Da können sich "andere Mannschaften" gern ein Stück von abschneiden! :-)

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  • Michael Günnigmann

    Michael Günnigmann

    14 Juni 2015 um 22:00 |
    Hey ihr drei! Wer Schnee und Regen im März im Sauerland kann, kann halt auch Hitze in Kamen. Bin stolz auf euch!

    antworten

  • Bärbel Gröne

    Bärbel Gröne

    15 Juni 2015 um 09:47 |
    Super durchgezogen, Mädels!!! Für das, was da alles passiert ist, ein umso tolleres Ergebnis. Und beim nächsten Start kracht es dann wieder richtig:-) Attacke!

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